Die Spargelernte

Von der Schlammschlacht zum Gourmet-Teller


​Wer glaubt, Spargel kommt sauber und glänzend in Plastik verschweißt zur Welt, der sollte mal einen Vormittag in meinem Bauerngarten verbringen.
Spargelstechen ist nämlich nichts für Zartbesaitete.
Man wühlt im Boden, hofft, dass man die Stange perfekt erwischt, und sieht danach meistens aus, als hätte man eine Runde Extrem-Mud-Wrestling hinter sich.

​Aber hey: Dreck macht glücklich! Besonders dann, wenn man den Korb voll mit weißem und grünem Spargel direkt zur Gartenpumpe schleppt.
Frischer geht es nicht.
Da liegen zwischen „Ernte“ und „Essen“ keine Transportwege, sondern nur ein paar Meter Rasen.